Corona als Herausforderung für die Gesundheitsämter

Corona als Herausforderung für die Gesundheitsämter

Corona stellt mit Sicherheit für die meisten Menschen, Unternehmen, Behörden usw. eine große Herausforderung dar. Wer natürlich auch schwer zu kämpfen hat, sind die Gesundheitsämter im ganzen Land. Immer wieder kann man aus den Medien erfahren, dass Kontaktpersonen von Corona-Infizierten oft nicht getestet werden, es große Lücken beim Test von Kontaktpersonen gibt und viele Gesundheitsämter zudem auch noch unterbesetzt sind. Es ist die Rede davon, dass in zwei von drei Behörden noch immer Ärzte fehlen sollen.

Eigentlich ist die Empfehlung des Robert Koch-Instituts deutlich. Demnach sollen alle Personen, die länger als 15 Minuten einen Kontakt zu mit Corona infizierten Menschen hatten, auf das Virus getestet werden, und zwar unabhängig von eigenen Symptomen. Doch in NRW soll es beispielsweise so sein, dass dieser Empfehlung nur etwa ein Drittel der Gesundheitsämter folgen können. Es gibt Gesundheitsämter, die bieten die Tests alleinig an oder sie testen nur bei Symptomen sowie nach Einzelfall-Entscheidungen. Das kann dazu führen, dass sehr viele Kontaktpersonen von Corona-Infizierten deshalb in NRW ungetestet bleiben.

Ärztemangel und die Digitalisierung

In vielen Gesundheitsämter sind auch mitten in der Krise leider Ärztestellen nicht besetzt. Viele Stellen sind dabei wohl schon lange genehmigt, aber dennoch frei. Seit Monaten scheint es also diesbezüglich keine Besserung zu geben. Als Problem wird genannt, dass die Arzt-Posten besonders im öffentlichen Gesundheitsdienst deutlich schlechter bezahlt werden, als es in den Krankenhäusern der Fall ist. Das kann sicherlich ein Grund dafür sein, dass die Bewerberzahlen so schlecht aussehen.

Gewollt ist, dass im Zusammenhang mit der Pandemie die Digitalisierung vorangetrieben wird. So soll es beispielsweise keine Telefaxe in den Gesundheitsämtern mehr geben. Milliarden Euros sollen zur Verfügung gestellt werden, um die Ämter entsprechend aufzurüsten. Aber das wird wahrscheinlich allein nicht ausreichen, denn es gibt noch ein ganz anderes Problem. Denn unabhängig von der Anzahl der Gelder, den genehmigten Stellen und der Bereitstellung der Digitalisierung werden natürlich auch noch Fachkräfte benötigt. Nur ist die personelle Situation im Gesundheitsbereich wie in vielen Bundesländern auch und wie auch schon bereits erwähnt, sehr angespannt. Die Gewinnung von Fachkräften ist eben eine große Herausforderung, besonders in dieser heiklen Zeit. Bei der Neu-Ausstattung für eine bessere Digitalisierung der Gesundheitsämter müssen natürlich dann auch die Menschen angeleitet werden, damit sie in den Bereichen fachliche Kompetenzen erhalten. Schließlich nützt es ja nichts, wenn für viel Geld die Technik zur Verfügung gestellt wird, aber die Menschen, die davor sitzen (soweit es sie denn überhaupt gibt) damit nicht umgehen können.

Vergütung und Ausbildung

Um die Stellen attraktiv zu gestalten muss neben der Bezahlung und der Ausbildung auch an das soziale Umfeld gedacht werden. Vielen Menschen ist eine gut ausgebaute Infrastruktur wichtig (z.B. vorhandene Kindertagesstätten, Schulen, attraktives Wohnumfeld, Freizeitangebote). Die Gesundheitsämter müssen sich also um die Neu-Ausstattung und die bessere Digitalisierung bemühen und die Arbeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst muss einfach insgesamt attraktiver werden. All das wird nötig sein, um in Zeiten der Pandemie die nötige Arbeit, wie die Kontaktverfolgung von Infizierten und deren Umfeld und die Anordnungen von Tests sowie von Quarantäne korrekt erledigen zu können.

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